Rückblick

Inklusionsmesse 2016

Am 8 April fand die erste rheinland-pfälzische Inklusionsmesse im Mainzer Rathaus statt. Unter dem Motto „Inklusion – Gewusst wie!“ gab es für die BesucherInnen viel zu entdecken. Neben Workshops und Selbsterfahrungsangeboten konnten sich Interessierte auf dem „Markt der Möglichkeiten“ über erfolgreiche Inklusionsprojekte informieren.

Ziel der Inklusionsmesse war es, ein Forum zur Verbreitung des Inklusionsgedankens zu schaffen. Die Veranstalter der Messe wollten insbesondere auch fachfremde Interessierte ansprechen und Berührungsängste abbauen.
Bereits Engagierten sollte eine Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch geboten werden.

Mit circa 2.500 Messebesucherinnen und -besuchern, darunter auch fachfremdes Publikum, hat die Inklusionsmesse alle Erwartungen übertroffen. Die Besucherinnen und Besucher freuten sich vor allem über die „offenen und freundlichen Menschen“, das „freundliche Miteinander“ vor Ort und die vielfältigen Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten. Großes Lob gab es auch für das Rahmenprogramm. So waren beispielsweise die Workshops zur Gebärdensprache bis auf den letzten Platz belegt.

Prominente Unterstützung gab es von Guildo Horn und Raul Krauthausen. Der Aktivist Krauthausen forderte in einer Podiumsdiskussion Menschen mit Behinderung auf, „nach draußen zu gehen und sich zu zeigen“, um so Schritt für Schritt einer inklusiven Gesellschaft näher zu kommen. Mit der Inklusionsmesse im Rathaus wurde definitiv ein Schritt nach draußen gewagt und dank der positiven Resonanz dieses Schrittes planen die Veranstalter bereits eine Fortsetzung für 2018.

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Programm

Stände

  • Stiftung Nieder-Ramstädter Diakonie
  • ZsL Mainz – Peer Counseling
  • Rheinassistenz
  • Verein für Integration und Teilhabe am Leben Alzey – Bereich Berufsbegleitung
  • Integrationsfachdienst Vermittlung des ZsL Mainz e.V.
  • Agentur für Arbeit Mainz
  • Integrationsamt
  • Kreisverwaltung Mainz-Bingen
  • gpe GgmbH
  • Zoar Werkstätten Heidesheim
  • Weingut Weber
  • Der IBF – Integrationsbetrieb Friedhöfe
  • Best GmbH
  • Inklusionsbetrieb Stiftsgut Keysermühle
  • Wirtschaftsbetrieb Mainz
  • Landeszentrale für Gesundheitsförderung
  • Queernet RLP
  • Stände Inklusion RLP
  • Netzwerk Mayen Koblenz
  • Netzwerk Kaiserslautern
  • Inklusives Mainz
  • Spuren machen
  • LAG Werkstatträte
  • Lebenshilfe RLP (Landesverband)
  • Mainzer Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfB Fertigung & Service)
  • VHS Mainz
  • Edith-Stein-Schule
  • Katharina-Kasper-Schule
  • Kreuznacher Diakonie
  • MMB- Mobil mit Behinderung
  • Special Olympics Rheinland-Pfalz e.V.
  • Atelier Blau

Rahmenprogramm

  • Leichte Sprache
  • Tipps für ein gutes Vorstellungsgespräch
  • Barrierefreiheit
  • Unterstützte Kommunikation
  • Audio-Deskription von Kurzfilmen
  • Nutzung von iPad und iPhone für sehbehinderte und blinde Menschen
  • Basale Stimulation
  • Berufsbezeichnung Assistenz
  • Gebärdensprache
  • Umgang in den Medien mit dem Thema Behinderung
  • Assistenz als Arbeitgebermodell
  • Sexualität selbstbestimmt leben
  • Gründung von Integrationsbetrieben
  • Betriebliches Wiedereingliederungsmanagement
  • Workshop Hip-Hop

Workshops

  • Kinderschminken
  • Selbsterfahrungsparcours
  • Boccia
  • Blindentischfußball – Show Down
  • Kletterturm
  • Hüpfburg
  • Tanzvorführung Danceability
  • Tanzvorführung Movimento „Breakdance“
  • Filmvorführung „Henry rettet den Regenwald“
  • Filmvorführung „Be my Baby“
  • Dunkelbar
  • Duo Farfalle
  • Interviewrunden (Martin Fromme, Carina Kühne, Matthias Rösch. Markus Müller, Raul Krauthausen, Guildo Horn und NoraSties)

Konzept

Hintergrund

Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde im Jahr 2009 von Deutschland anerkannt. Sie definiert Inklusion, also das Leben, Arbeiten und Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderungen mitten in der Gemeinschaft, als geltendes Menschenrecht. Verschiedene Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben sich inzwischen auf den Weg gemacht, Maßnahmenkataloge – sogenannte Aktionspläne – zur Umsetzung der Konvention zu entwickeln und anzugehen. Es handelt sich also um eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dazu bedarf es jede Menge gute Beispiele, um Akteure und Personen zu überzeugen und mitzunehmen und somit einer inklusiven Gesellschaft näher zu kommen. Und genau hier setzt die Inklusionsmesse Rheinland-Pfalz an.
Auf unserer ersten Messe im April 2016 in Mainz konnten sich die Besucherinnen und Besucher vom vielseitigen Engagement in der Praxis überzeugen lassen. Unter dem Motto „Gewusst wie!“ sollten Engagierte und an Inklusion Interessierte darin bestärkt werden, Aktivitäten für die gleichberechtigte Teilhabe und die Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderungen zu entwickeln bzw. weiter auszubauen und sich auch mal bei anderen „etwas abzuschauen“. Dabei waren und sind die Vernetzung, der Austausch und das „voneinander Lernen“ Leitideen unserer Inklusionsmesse. Diese soll Lust machen auf Inklusion, sie soll das Bewusstsein schärfen, vor allem soll sie aber ein Forum sein, um den Gedanken der Inklusion weiterzutragen.

Markt der Möglichkeiten

Im Zentrum unserer Messe vereint der Markt der Möglichkeiten bemerkenswerte Inklusionsprojekte und -initiativen aus ganz Rheinland-Pfalz. Vom Kletterverein Kanditurm, über das Atelier Blau bis hin zum Weingut Weber waren inklusive Beispiele aus den Bereichen Freizeit, Selbstbestimmt Leben, Beratung sowie Bildung und Arbeit vertreten. Die Besucherinnen und Besucher konnten die vorhandene Expertise nutzen, um sich über Ideen und Visionen auszutauschen und vernetzende Lösungen für mögliche Hürden zu finden. Weiterhin gab es die Möglichkeit, sich in ein separates Beratungssetting zurückzuziehen.

Workshops

Mit verschiedenen Workshops konnten wir den Gästen unterschiedliche Bereiche vorstellen und näherbringen. Dafür haben wir Themen gewählt, bei denen davon auszugehen ist, dass sie zur Umsetzung der Inklusion wichtig sind. Es ging also bei unseren Workshops zunächst einmal darum, einen ersten Eindruck über das jeweilige Thema zu gewinnen. Die Workshops waren auf jeweils 60 Minuten angelegt.

Rahmenprogramm

Neben dem Markt der Möglichkeiten und den Workshops hatten wir ein vielfältiges und buntes Rahmenprogramm zusammengestellt. Von Sportangeboten, über Selbsterfahrungsmöglichkeiten, Interviews bis hin zu weiteren kulturellen Aktionen konnten die Gäste die Vielfalt von Inklusion praxisnah erleben.